AuToS-Netzwerk zu Gast im VHW-Metallpresswerk: Transformation beginnt beim Materialeinsatz

Die Automobilwirtschaft muss unter enormen Kostendruck in innovative Technologien investieren

Wie gestalten die Zulieferer in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg die Transformation in der Automobilwirtschaft? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe des von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg initiierten Automotive-Netzwerks AuToS SW-BW. Bei der VHW-Metallpresswerk GmbH in Spaichingen standen im Februar Kosten- und Materialeffizienz sowie CO2-Einsparungen im Mittelpunkt. 

Die Automobilwirtschaft befindet sich mitten in der Transformation und muss unter teilweise enormen Kostendruck in innovative Technologien investieren. Mit über 130 Mitarbeitenden arbeitet die VHW-Metallpresswerk GmbH am Standort Spaichingen als Spezialist für Warmumformung an ökonomischen und ökologischen Alternativen zur Zerspanung aus Vollmaterial. Ziel ist es, das Aufkommen von Abfall, Reststoffen sowie den Energieaufwand im eigenen Unternehmen und in der automobilen Wertschöpfungskette auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Dr. Walter Blaudischek, Geschäftsführer bei VHW: „Die Automobilwirtschaft ist unser Kerngeschäft. Mit unserer Vorbearbeitung von Stählen tragen wir als Partner der Zerspanungstechnik dazu bei, die Automobilproduktion ein Stück weit nachhaltiger zu gestalten. Unsere Rohstoffe beziehen wir ausschließlich aus Deutschland und Ländern der EU. Um uns weiterzuentwickeln und die Transformation erfolgreich zu gestalten, haben wir ein Team für Zukunftsprojekte etabliert. Wir arbeiten an Möglichkeiten zur Diversifizierung und an Vorprodukten für die Mobilität von morgen. Das AuToS-Netzwerk der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg hilft dabei, Kontakte zu neuen Kooperationspartnern aufzubauen und gemeinsam Projekte anzustoßen.“   

Martin Schmidt, IHK-Projektleiter für AuToS SW-BW: „Die Transformation beginnt bereits mit dem Materialeinsatz und mit der Vorbearbeitung von Werkstoffen. Die vielen kleinen und mittelständischen Zulieferer in unserer Region decken beinahe die komplette automobile Wertschöpfungskette ab. Sie sind absolute Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet. Ihre Kernkompetenzen sind für die Zukunftstechnologien von morgen nach wie vor unverzichtbar. Mit dem AuToS-Netzwerk spannen wir den Bogen zwischen verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette und bieten die Möglichkeit, sich gegenseitig zu vernetzen, voneinander zu lernen und in neue Technologien einzusteigen.“

Im März können Zulieferer ihre Kernkompetenzen und Produkte mit den Anforderungen in der Wasserstoff-Technologie abgleichen oder sich zu den wichtigsten Faktoren einer erfolgreichen Transformation und zu beruflichen Übergangspfaden in der Automobilwirtschaft informieren. Am 11. April 2024 geht es mit dem AuToS-Netzwerk nach Mönchweiler zu der Weißer + Grießhaber GmbH. Weitere Informationen zu den Veranstaltungsinhalten und zur Anmeldung sind unter www.autos-sw-bw.de/veranstaltungen abrufbar.

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In zwei Gruppen erhalten die Teilnehmer von AuToS-Insight einen Einblick hinter die Kulissen der Warmumformung. Dr. Walter Blaudischek (2.v.l.), Geschäftsführer der VHW-Metallpresswerk GmbH, erläutert den Herstellungsprozess von Halbzeugen und Rohteilen von der Konstruktion und Entwicklung über den Werkzeugbau bis zur Produktion. (Bildquelle: Martin Schmidt)

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Der Arbeitskreis möchte AuToS SW-BW zu einem führenden Automotive-Cluster im Südwesten Baden-Württembergs weiterentwickeln. In den Sitzungen geben die Automobilzulieferer die Agenda vor, um den Wandel in der Automobilindustrie aktiv zu gestalten. Die Sitzungen des Arbeitskreises finden einmal im Quartal im Haus der Wirtschaft oder in den Unternehmen statt.

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