AuToS-Netzwerk zu Gast an der Power-to-Gas-Anlage in Wyhlen am Rhein

Aus Wasserkraft wird Wasserstoff

Wie kann grüner Wasserstoff vor Ort produziert werden? Dieser Frage ging das von der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg initiierte AuToS-Netzwerk direkt vor Ort am Flusswasserkraftwerk in Wyhlen am Rhein nach. Dort erbaute im Jahr 2018 die naturenergie hochrhein AG eine Power-to-Gas-Anlage für Wasserstoff im Rahmen eines geförderten Leuchtturmprojekts.

Sabine Trapp-Brüstle, bei der naturenergie hochrhein AG zuständig für Unternehmenskommunikation und Marketing: „Als Energieträger kommt dem Wasserstoff eine besondere Bedeutung zu. Er ist einer der Eckpfeiler der Energiewende. Denn Wasserstoff kann heute problemlos gespeichert werden, hat eine höhere Energiedichte als alle anderen chemischen Brennstoffe und verursacht bei der Verbrennung keine schädlichen Emissionen. Deshalb setzen wir zusammen mit weiteren Partnern auf das Energiesystem der Zukunft und realisieren Wasserstoff-Projekte am Hochrhein.“

Die Erzeugungsanlage für Wasserstoff wurde 2018 im Rahmen eines Leuchtturmprojekts mit einer Leistung von einem Megawatt auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Wyhlen gebaut. Damit könnten rund 1.000 Brennstoffzellenfahrzeuge betrieben werden. Im nächsten Schritt werde die Anlage zum „Reallabor H2-Wyhlen“ weiterentwickelt. Ziel sei die Entwicklung eines überzeugenden Geschäftsmodells rund um die Nutzung des grünen Wasserstoffs inklusive Nebenprodukte wie beispielsweise der bei der H2-Produktion anfallenden Abwärme.

Wasserstofftechnologie in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg

Robert Heimann, Geschäftsführer und Vertriebsleiter für den Bereich Tool in Deutschland bei der Mikron Germany GmbH aus Rottweil: „Wo Wasserstoff fließt oder strömt, müssen Materialien bestimmte Anforderungen erfüllen und möglicherweise anders als bisher bearbeitet werden. Das AuToS-Netzwerk kann bei der Suche nach Antworten unterstützen, ob und wie beispielsweise unsere hochpräzisen Schneidwerkzeuge künftig bei zerspanbaren Materialien für die Wasserstofftechnologie eingesetzt werden können.“

Ein Reallabor zum Test von Teilen und Komponenten für die Wasserstofftechnologie soll auch in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg entstehen. Bisher betreibt AuToS-Projektpartner Prof. Frank Allmendinger von der Hochschule Furtwangen bereits einen Prüfstand für Brennstoffzellenkomponenten am Innovations- und Forschungscentrum in Tuttlingen. Weitere Schritte folgen: „Wir realisieren mit Partnern aus der Wirtschaft einen Befeuchterprüfstand, auf dem Lebensdauertests geplant sind. Der nächste Entwicklungsschritt wird dann in naher Zukunft mit dem Aufbau eines Real- und Prüflabors mit Schulungszentrum im Hammerstatt-Innovations-Quartier in Villingen-Schwenningen vollzogen“, so Allmendinger.

Die nächste Möglichkeit im Rahmen von AuToS-Insight, hinter die Kulissen von Automobilzulieferern zu blicken, bietet das AuToS-Netzwerk am 11. April bei der Weißer + Grießhaber GmbH in Mönchweiler sowie am 16. April bei der KSG Spreitzer GmbH in Gosheim.

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