AuToS rüstet regionale Autozulieferer für harte Verhandlungen

Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg lebt von ihrem industriellen Rückgrat. Viele Betriebe sind seit Jahrzehnten zuverlässige Zulieferer für die großen Namen der Automobilbranche. Doch was früher stabile Geschäftsbeziehungen waren, ist heute eine große Herausforderung. Die Einkaufsteams bei VW, BMW und anderen OEMs erhöhen den Druck auf ihre Lieferanten, während gleichzeitig die Produktionskosten in den Unternehmen steigen. In dieser Situation reichen Erfahrung und Produktqualität nicht mehr aus. Um auf Augenhöhe verhandeln zu können, braucht es neue Strategien.

Zum zweiten Mal hatte deshalb das von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg initiierte AuToS-Projekt regionale Unternehmen zu einem zweitägigen Verhandlungstraining eingeladen. Ziel war es, mittelständische Zulieferer auf die anstehenden Preisgespräche mit den Automobilkonzernen vorzubereiten.

Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie Unternehmen in Situationen bestehen können, in denen Einkäufer gezielt Druck aufbauen. Dazu zählen unter anderem Forderungen nach hohen Rabatten, die Androhung von Auftragsverlagerungen oder Verzögerungen im Gesprächsverlauf. Referent Hans-Andreas Fein, der auf jahrzehntelange Erfahrung in der Automobilbranche zurückblickt, zeigte typische Vorgehensweisen großer Konzerne auf und vermittelte praxisnahe Methoden, um sich als Lieferant besser zu behaupten.

Die Rückmeldungen zum Seminar waren deutlich: Viele Teilnehmer hoben den praktischen Nutzen, den offenen Austausch mit anderen Unternehmen und die Relevanz für ihre bevorstehenden Verhandlungen hervor.

Weitere Angebote folgen

In einem Markt, der sich stetig verändert, sind technologische Kompetenz und Innovationskraft allein nicht genug. Unternehmen müssen auch in der Lage sein, ihre Interessen selbstbewusst zu vertreten. Aus diesem Grund hat das AuToS-Netzwerk bereits weitere Preisverhandlungsseminare geplant.

Branchenexperte Hans-Andreas Fein Foto: Ansgar Eichler

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